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European Championships 2022"Bodenständiger als Olympia"

Im Jahr 2022 feiert das Olympiagelände in München sein 50-jähriges Bestehen. Die CSU-Stadträtin Ulrike Grimm möchte dies mit der Austragung der European Championships würdigen. Die Sportstätten seien bereits vorhanden und auch mit einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung könne man rechnen, sagt sie im Dlf.

Ulrike Grimm im Gespräch mit Marina Schweizer | 10.02.2019

Der Olympiapark in München
Zum 50-jährigen Jubiläum könnte der Olympiapark in München Austragungsort der European Championships werden. (dpa)
Vor allem für die Leichtathletik-Veranstaltungen sei der Olympia-Park besonders geeignet. Aber auch für die anderen Sportarten, seien Sportstätten in München und Umgebung vorhanden. Die Veranstalter präferieren ein Modell, in dem alle Wettbewerbe in München ausgetragen werden sollen und auch bei Ulrike Grimm stößt das auf Zustimmung: "Natürlich hätte ich am liebsten alles hier", sagt sie im Deutschlandfunk.
Angst vor hohen Kosten
"Wir müssen uns absichern, dass die Kosten nicht explodieren", sagt die CSU-Politikerin Grimm. Die Sorge vor horrenden Kosten einer solchen Sport-Großveranstaltung könne sie verstehen. Vor allem habe die Landeshauptstadt München Angst vor versteckten Kosten. In den letzten Wochen hätten jedoch Bund und Land zugesagt, sich jeweils mit einem Drittel an den Ausgaben zu beteiligen.
Sportliche Gedanke im Vordergrund
"Wir wissen, dass eine sportliche Großveranstaltung immer auch eine Wirkung hat: nicht nur auf den Spitzen-, sondern vor allem auf den Breitensport", so Grimm. Die European Championships seien im Vergleich zu Olympia die dankbarere Veranstaltung für eine Stadt: "Das ist auch der Grund, warum wir uns mit den European Championships besser identifizieren. Das ist nicht ganz so überlastet, wie Olympia. Es ist einfach noch ein bisschen bodenständiger", sagt Grimm. Der sportliche Gedanke stehe mehr im Vordergrund, deshalb könne man auch mit einer breiteren Zustimmung in der Bevölkerung rechnen.
Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.