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European Games
Der Sport kann "politisch viel bewirken"

Die erste Ausgabe der "European Games", die ab Mitte Juni von den Europäischen Olympischen Komitees in Aserbaidschan ausgerichtet werden, sind für den Turner Fabian Hambüchen ein Saisonhöhepunkt. Im DLF sagte er, dass man das Event positiv nutzen könne, um die menschenrechtliche Situation in dem autokratisch geführten Regime zu verbessern.

Fabian Hambüchen im Gespräch mit Philipp May | 26.04.2015
    Der deutsche Turner Fabian Hambüchen.
    Der deutsche Turner Fabian Hambüchen. (picture alliance / dpa - Bernd Weissbrod)
    Vorstellungen von den European Games habe er bislang keine, sagte der Welt- und Europameister am Reck, Fabian Hambüchen. Sie seien jedoch eine Chance, mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. Hambüchen kritisierte den Weltverband dafür, den Terminkalender vollzupacken, sodass Europameisterschaften, European Games, Universiade und Weltmeisterschaften in einem Jahr stattfänden. Gerade bei EM und European Games seien entweder innerhalb kurzer Zeit die gleichen Sportler am Start, oder ein Verband - wie der deutsche - schicke zwei unterschiedliche Teams in die Wettkämpfe.
    Zur Diskussion um die Menschenrechte im autokratisch geführten Aserbaidschan sagte Hambüchen, dass Sportler sich auf den Sport konzentrieren, da sie untereinander keine Probleme hätten, egal aus welchem Land sie stammten. Andererseits, so Hambüchen, könne man durch ein solches Event "die Situation ein bisschen verbessern." In dem die Sportler zeigen, dass die Menschenrechte bei ihnen eine große Rolle spielten, könnten die European Games positiv genutzt werden.
    Dass Sportlern vom autokratischen Regime instrumentalisiert werden, könne er nicht beeinflussen. Die Athleten hätten aber die Chance, über die Medien ihre Meinung zu äußern.
    Das vollständige Gespräch können Sie als Audio-on-Demand nachhören.