
Der frühere leitende Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes, Conrad, sagte im Deutschlandfunk, Gewalttaten wie der Mord an dem Karikaturisten Semjon Skrepezki sollten Oppositionelle entmutigen. Das Signal sei, dass es selbst im Exil keine Sicherheit gebe. Er habe den Eindruck, dass die Zahl grenzüberschreitender politischer Verbrechen zugenommen habe, und zwar nicht nur gegen Regimekritiker. Conrad nannte als Beispiel mutmaßlich russische Pläne für einen Anschlag auf Rheinmetall-Chef Pappberger vor zwei Jahren.
Die Grünen-Europaabgeordnete Neumann warnte vor einer sich ausweitenden Einschüchterung Andersdenkender durch ihre autoritären Heimatregime auf dem Boden der EU. Dies geschehe auch unterhalb der Schwelle physischer Gewalt, sagte Neumann in einem Gespräch unter anderem mit der "Frankfurter Rundschau". Häufig würde die Bankbonität durch Terrorvermerke aus dem Herkunftsland eingeschränkt oder es kämen SMS mit Drohungen gegen Angehörige. Sie selbst habe wegen ihrer politischen Arbeit iranische Cyberangriffe erlebt, sagte Neumann. Sie ist Vorsitzende der Iran-Delegation des Europäischen Parlaments.
Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



