
Die Selbstverpflichtung Deutschlands gelte Israel in diesen international anerkannten Grenzen. "Wenn dieses Israel gefährdet ist in seiner Existenz durch einen mörderischen Angriff der Hamas, durch die nicht weniger mörderischen Pläne der Hisbollah, durch den Iran, dann haben wir zu diesem Staat zu stehen", betonte Seibert. Aber das gelte nicht gegenüber den Siedlern im Jordantal. Nach internationalem Recht seien das illegale Siedlungen, die der "Ideologie" folgten: "Dies ist allein unser Land, Gott hat es uns geschenkt."
Darauf beziehe sich die Staatsräson nicht, und sie unterstütze nicht das "Überlegenheitsgefühl" gegenüber einer anderen Bevölkerung. Zugleich betonte der frühere Diplomat, der auch Regierungssprecher in Deutschland war: "Genauso notwendig ist es, den Palästinensern zu sagen, dass sie das Recht des israelischen Volkes, in seinem Staat zu leben, achten müssen. Und dass, wer auch immer die Existenz Israels infrage stellt, unser Gegner ist."
Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
