Reform der Altersvorsorge
Expertenkommission: Langsamer Anstieg des Eintrittsalters, Rentenniveau soll sich stabilisieren

Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission für die Rentenreform hat sich auf Empfehlungen geeinigt.

    Eine Frau mit weißen Haaren läuft vor einem Haus mit dem Logo der Deutsche Rentenversicherung entlang.
    Die Expertenkommission übergibt ihren Bericht am Dienstagvormittag der Bundesregierung. Bundeskanzler Merz und Arbeitsministerin Bas wollen danach vor die Presse treten. (dpa / Markus Lenhardt)
    Der Bericht, der am Dienstag übergeben werden soll, liegt mehreren Medien bereits vor. Demnach soll das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden und langsam steigen - ab 2042 alle zehn Jahre um ein halbes Jahr. In den 2090er-Jahren würde dann die Rente mit 70 gelten. Zudem soll das Rentensystem durch eine staatliche, kapitalgedeckte Vorsorge gestärkt werden. Die Beiträge sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils hälftig tragen, das Rentenniveau soll damit stabilisiert werden.
    Um die Ausgaben der gesetzlichen Rente zu dämpfen, sollen Optionen für einen vorzeitigen Eintritt eingeschränkt werden. So soll etwa die abschlagsfreie sogenannte "Rente ab 63" entfallen. Für Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder erschwerten Arbeitsbiografien soll es neue Regelungen geben.
    Den Empfehlungen der Expertenkommission nach sollen zeitnah außerdem Politiker und Selbstständige in die Rentenkasse einzahlen. Überlegt wird nach Medienberichten außerdem, langfristig auch Beamte miteinzubeziehen.
    Diese Nachricht wurde am 20.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.