UNO-Wetterorganisation warnt
Extremer El Niño lässt neue Wetterkrisen befürchten

Die Vereinten Nationen haben vor den Folgen des wieder auftretenden Klimaphänomens El Niño gewarnt. Die Weltwetterorganisation der UNO - WMO - erklärte, es drohten Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze. In den kommenden Monaten könne es erhebliche Schwankungen der Niederschlags- und Temperaturmuster geben, teilte die WMO in Genf mit.

    Menschen laufen durch die überfluteteten Straßen von Kinshasa, DR Kongo, am 6. April 2025.
    Das Klimaphänomen El Niño könnte unter anderem zu Überschwemmungen führen. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Samy Ntumba Shambuyi)
    Deshalb seien die Frühwarnsysteme verstärkt worden wie nie zuvor in der 50-jährigen Geschichte der Organisation. WMO-Generalsekretärin Saulo sagte, das Ereignis habe das Potenzial, Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt einen massiven Schlag zu versetzen. UNO-Generalsekretär Guterres erklärte, es gelte, einen Wettlauf mit den wachsenden Risiken zu gewinnen.
    Ein El Niño tritt typischerweise alle zwei bis sieben Jahre im Zusammenhang mit einer Erwärmung der Meeresoberfläche im Pazifik auf und sorgt für Störungen von globalen Wettermustern.

    Folgen nicht vorhersehbar

    Den Wissenschaftlern zufolge lag die durchschnittliche Oberflächentemperatur im zentral-östlichen Äquatorial-Pazifik von Mai bis Juli noch 1,5 Grad über dem Normalwert; im August stieg sie auf 2,2 bis 2,6 Grad über normal. In tieferen Schichten des Ozeans sei es im Juli und Anfang August teils mehr als 8 Grad wärmer gewesen als üblich. Die Daten deuteten auf eine weitere Verstärkung hin.
    Man rechne damit, dass der El Niño gegen Ende des Jahres seinen Höhepunkt erreiche; die klimatischen Auswirkungen würden bis weit ins kommende Jahr hineinreichen, hieß es. Welche Folgen einzelne Regionen zu spüren bekämen, sei jedoch nicht vorhersagbar.
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    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.