Steigende Migrationszahlen
Faeser stützt EU-Pläne zur Überwachung des Mittelmeers

Bundesinnenministerin Faeser hat sich dafür ausgesprochen, die EU-Außengrenzen im Mittelmeer stärker zu kontrollieren.

18.09.2023
    Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser
    Bundesinnenministerin Nancy Faeser für härtere Maßnahmen gegen Schleuser zur Eindämmung der zunehmenden Migration. (IMAGO / Chris Emil JanÃen / IMAGO / Chris Emil Janssen)
    Anders werde man die Migrationslage nicht in den Griff bekommen, sagte die SPD-Politikerin in der ARD. Sie unterstützte damit Pläne von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, die nach einem Besuch auf der italienischen Insel Lampedusa gestern eine stärkere Überwachung des südlichen Mittelmeeres unter Beteiligung der EU angekündigt hatte. Auf Lampedusa waren allein in der vergangenen Woche tausende Flüchtlinge angekommen. Die italienische Regierung will am Mittag Maßnahmen zur Eindämmung der Migration über das Mittelmeer auf den Weg bringen.
    Faeser wies zugleich Forderungen des bayerischen Ministerpräsidenten Söder nach einer Obergrenze zur Aufnahme von Geflüchteten zurück. Eine dauerhafte Steuerung der Migration sei nur auf europäischer Ebene möglich. Der CSU-Vorsitzende hatte drei Wochen vor der Landtagswahl in einem Interview gefordert, die Aufnahme von Migranten auf höchstens 200.000 zu begrenzen.
    Diese Nachricht wurde am 18.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.