
Dies würde das Rentensystem noch komplizierter machen. Die sogenannte Rente mit 63 sei zudem extrem teuer und habe vor allem Menschen mit Bürotätigkeiten entlastet, für die die abschlagsfreie Rente gar nicht eingeführt worden sei. "Die Frühverrentung gehört weg", so Kubicki.
Das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Werding, appellierte an die Regierung, die Rentenreform als Ganzes umzusetzen. Wenn man einen Baustein herausnehme, würden die Reformpläne wie Dominosteine fallen, sagte Werding der "Rheinischen Post". Der Wirtschaftsweise, der auch der Rentenreformkommission angehörte, sprach sich zudem dafür aus, die Zahl der Verbeamtungen zu senken. Lehrkräfte und Professoren müssten künftig keine Beamten mehr sein.
Kubicki sprach im Interview auch über den Zustand der aktuellen Bundesregierung. Kanzler Merz habe viele Ankündigungen nicht in praktische Politik umsetzen können. Die Stimmung im Land sei zudem schlecht. Die aktuelle Regierung habe das Schlechte der Ampel-Koalition noch unterboten. "Und das will was heißen".
Diese Nachricht wurde am 08.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
