
Die Karlsruher Behörde wirft den beiden Männern die Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung vor. Das erklärte Ziel der sogenannten "Brigade N'Hamedu Deutschland" sei der Sturz der eritreischen Regierung. Dieses Ziel habe sie in Deutschland durch Gewalttaten auf Veranstaltungen von regimetreuen Anhängern verfolgt.
Hintergrund sind die Krawalle bei Eritrea-Festivals in Gießen in den Jahren 2022 und 2023 und bei einer Veranstaltung in Stuttgart, bei denen Mitglieder der Terrorgruppe die Teilnehmer ebenso wie die Polizei angriffen. Die Veranstalter wiederum - darunter der Zentralrat der Eritreer - sahen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, Propaganda für die eritreische Diktatur zu machen. Der Zentralrat bestreitet das. - In Deutschland leben schätzungsweise rund 80.000 Flüchtlinge aus Eritrea. Die meisten von ihnen sind vor der Diktatur geflohen.
Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
