Drohnen-Vorfall
Flughafen Leipzig/Halle nimmt Spezial-Radar in Betrieb - Diskussion über Zuständigkeiten bei Drohnenabwehr

Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Polizei neue Überwachungstechnik installiert.

    Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen das Gelände abseits der Landebahn Nord auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle. Nach dem Drohnenvorfall in der Nacht zum Mittwoch laufen die Ermittlungen.
    Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen das Gelände abseits der Landebahn Nord auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle. Nach dem Drohnenvorfall in der Nacht zum Mittwoch laufen die Ermittlungen. (dpa / Hendrik Schmidt)
    Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, wurde ein Drohnen-Wachposten mit speziellem Radar auf der Besucherplattform des alten Towers eingerichtet. Laut dem Nachrichtenportal "Tag24" handelt es sich um ein EchoShield-Radarsystem, das anfliegende Drohnen auf größere Distanzen erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen kann.
    Unterdessen hält die innenpolitische Debatte über Zuständigkeiten bei der Drohnenabwehr an. Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Emmerich, erklärte, in Deutschland seien mehr als 40 Behörden mit Aufgaben der Luftsicherheit befasst. Das sei ein Sicherheitsrisiko. Der SPD-Innenexperte Fiedler betonte dagegen in der "Rheinischen Post", unterschiedliche Zuständigkeiten seien kein Problem, solange die Zusammenarbeit funktioniere.
    Am Mittwoch war in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge auf dem Leipziger Flughafen eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt worden.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.