Berlin
Forderungen nach Schließung von "Russischem Haus"

Aus CDU und FDP kommen Forderungen nach einer Schließung des "Russischen Hauses" in Berlin.

    Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in der Friedrichstraße in Berlin
    Das "Russische Haus" in Berlin soll nach den Forderungen von CDU und FDP geschlossen werden. (imago images/Schöning)
    Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter sagte dem Fernsehsender "Welt", er gehe davon aus, dass die Einrichtung als Spionagezentrale genutzt werde. Es lebten dort mehr als hundert Menschen und der Energieverbrauch sei unangemessen hoch. Früher sei das Russische Haus eine Kultureinrichtung gewesen, heute sei es ein Knotenpunkt voll mit technischer Aufklärung. Ähnlich äußerte sich die FDP-Europapolitikerin Strack-Zimmermann. Sie forderte die Bundesregierung auf, den Ende des Jahres auslaufenden Kulturstaatsvertrag mit Russland zu kündigen. 
    Die Bundesregierung hatte den Fortbestand des Russischen Hauses damit begründet, dass dieses vertraglich mit dem Goethe-Institut in Moskau verknüpft sei. Das Auswärtige Amt erklärte, ein Vorgehen gegen das eine hätte unmittelbare Folgen für das andere. Bestätigt wurde aber, dass die Betreibergesellschaft des Russischen Hauses unter EU-Sanktionen stehe.
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.