Uni Osnabrück
Forschung an Fruchtfliegen soll auch Humanmedizin helfen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück erforschen die Herzklappen von Fruchtfliegen und sollen dadurch auch der Humanmedizin helfen.

15.05.2024
    Eine Fruchtfliege (drosophila melanogaster) auf einem Blatt.
    Fruchtfliegen (drosophila melanogaster) sind nur zwei bis drei Millimeter groß. (imago stock&people / blickwinkel)
    Auch wenn sich das nur stecknadelkopfgroße Herz der Insekten äußerlich von dem eines Menschen unterscheide, seien sich die grundlegenden Mechanismen der Herzfunktion sehr ähnlich, teilte die Universität mit. Die Arbeit mit Insekten sei deshalb vorteilhaft, weil sie eine kurze Lebenszeit hätten, erläuterte Achim Paululat, Professor für Zoologie und Entwicklungsbiologie. So könnten etwa Krankheitsbilder in der Fliege viel schneller untersucht und so das Verständnis für menschliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessert werden. Zudem kämen bei den Fruchtfliegen viele Gene vor, die es auch im Menschen gebe. Dennoch sei die Herzklappenforschung an der Fruchtfliege noch eine Neuheit.
    Diese Nachricht wurde am 15.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.