Energiepreise
Frankreichs Präsident Macron will G7-Treffen einberufen

Angesichts der gestiegenen Energiepreise will Frankreich nach einer gemeinsamen Antwort im Kreis führender demokratischer Wirtschaftsmächte suchen. Präsident Macron kündigte in Paris an, er werde dafür ein G7-Treffen einberufen.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron im Portrait
    Emmanuel Macron will ein G7-Treffen zu den Energiepreisen einberufen. (Archivbild) (AP / JUNG YEON-JE)
    Er wolle die Vorratsstände besser koordinieren und mehrZusammenarbeit bei Exporten und Produktkapazitäten, ergänzte Macron. Unnötige Spannungen zwischen den G7-Ländern und deren wichtigsten Partnern sollten vermieden werden. Einen genauen Zeitpunkt oder Ort für das Treffen schlug Macron nicht vor. Zur Gruppe der G7 gehören neben Frankreich auch Deutschland, Italien, Großbritannien, Kanada, Japan und die USA. Paris hat derzeit den Vorsitz inne.

    "Spritpreise keine Folge von Regierungsentscheidungen"

    Macron mahnte zum Zusammenhalt. In Frankreich gab es in den vergangenen Wochen vereinzelt Proteste gegen die gestiegenen Kosten. Letztere seien nicht die Folge von Regierungsentscheidungen, erinnerte der französische Präsident, sondern der geopolitischen Lage. In Frankreich hatte es zuletzt im Jahr 2018 eine Protestwelle gegen hohe Treibstoffpreise gegeben, organisiert durch die sogenannten Gelbwesten.
    Im Elysée-Palast gab es heute ein Treffen der Parteienvertreter sowie der Präsidentschaftskandidaten, um über die Energiekrise zu beraten. Er wolle vor den Wahlen in sieben Monaten noch einmal alle Informationen teilen, hatte Macron vor dem Treffen mitgeteilt. Die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Le Pen sowie der linkspopulistische Kandidat Mélenchon schlugen die Einladung aus.
    Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.