Nahostreise von Kanzler Merz
Friedensgruppen kritisieren Rüstungskooperation mit Golfstaaten

Ein Aktionsbündnis aus Friedensgruppen, Hilfsorganisationen und kirchlichen Verbänden hat die von Bundeskanzler Merz angekündigte Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten kritisiert.

    Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU (li) wird von Kronprinz Mohammed bin Salman am Yamama Palast empfangen.
    Bundeskanzler Merz (CDU) will in der Golfregion "strategische Partnerschaften" schließen. In Saudi-Arabien trifft er sich mit Kronprinz bin Salman. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Waffenexporte in solche Länder zu erleichtern, sei ein folgenschwerer Fehler, hieß es. Der Präsident des katholischen Hilfswerks missio Aachen, Bingener, kritisierte, dass Merz bei seinen jüngsten Auslandsreisen Menschenrechtsfragen kaum angesprochen habe. Der Direktor des GIGA-Instituts für Nahost-Studien, Woertz, hatte gestern im Deutschlandfunk erklärt, Deutschland könne sich einen "anklagenden Ton auf Pressekonferenzen" nicht mehr leisten. Deutschland sei in der Welt nicht mehr so wichtig. Es gebe andere aufstrebende Länder. Deutschland und Europa müssten sich arrangieren und schauen, wo sie blieben.
    Diese Nachricht wurde am 06.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.