Nach AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt
Frühere Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Knobloch, fordert von Zivilgesellschaft mehr Einsatz für Demokratie

Nach dem Wahlerfolg der AfD Sachsen-Anhalt fordert die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Knobloch, mehr Engagement für die Demokratie.

    Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, im Porträt. Sie schaut nachdenklich und hat die Hände vor dem Gesicht gefaltet.
    Die 93-jährige Charlotte Knobloch ist Überlebende des Holocaust und seit Jahrzehnten die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    Sie sagte im Deutschlandfunk, hier seien besonders die Zivilgesellschaft und die Medien gefragt. Die hohe Zustimmung in Sachsen-Anhalt für die AfD zeige, dass die demokratischen Parteien alleine nicht ausreichten, für die Grundwerte der Gesellschaft zu kämpfen. Wichtig sei es, junge Menschen von der Demokratie zu überzeugen, betonte die 93-jährige Holocaust-Überlebende. Am Wahlabend hatte sie erklärt, dass Rechtsextreme in Deutschland in dieser Art wieder Wahlen gewinnen könnten, hätte sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können.

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    Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.