
Bei den Untersuchungen geht es um Hinweise, dass er in seiner Zeit als britischer Handelsgesandter möglicherweise vertrauliche Berichte an Epstein weitergab. Betroffen sind unter anderem Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur sowie sensible Informationen über Banken.
Auch Durchsuchungen in Berkshire und Norfolk
Handelsgesandte sind laut offiziellen Richtlinien zur Verschwiegenheit über im Zusammenhang mit ihren Reisen erlangte Informationen verpflichtet. Bei Fehlverhalten im öffentlichen Amt droht in Großbritannien nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zu lebenslange Haft.
Die Polizei durchsuchte auch Anwesen in Berkshire und Norfolk. König Charles zeigte sich bestürzt über die Ermittlungen. Er sicherte den Behörden zugleich die volle Unterstützung des Königshauses zu. Nun folge ein "umfassendes, faires und ordnungsgemäßes Verfahren, in dem diese Angelegenheit in angemessener Weise und durch die zuständigen Behörden untersucht wird", erklärte König Charles.
Andrew Mountbatten-Windsor, der wegen seiner Kontakte zu Epstein bereits seinen Prinzen-Titel abgeben musste, war durch die Veröffentlichung neuer Dokumente noch stärker unter Druck geraten. Der 66-Jährige hat zwar seine Kontakte zu Epstein bedauert, jegliches Fehlverhalten aber bestritten. 2022 endete eine Zivilklage gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs des zur Tatzeit noch minderjährigen Epstein-Opfers Virginia Giuffre mit einem Vergleich.
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Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



