Vorgehen gegen Trump-Kritiker
Früherer nationaler Sicherheitsberater Bolton angeklagt

Das US-Justizministerium geht weiter gegen Kritiker von Präsident Trump vor. Der ehemalige nationale Sicherheitsberater Bolton wurde wegen des mutmaßlichen Verrats geheimer Informationen angeklagt.

    Der damalige nationale Sicherheitsberater John R. Bolton bei einem Interview im Weißen Haus in Washington im Juli 2019.
    Der frühere nationale Sicherheitsberater Bolton wurde angeklagt. (picture alliance / Sachs / CNP / MediaPunch )
    Eine Grand Jury im US-Bundesstaat Maryland wirft ihm vor, streng geheime Dokumente per E-Mail an zwei nicht autorisierte Personen weitergegeben zu haben. Nach Einschätzung von US-Medien handelt es sich dabei um Boltons Ehefrau und seine Tochter. Die Dokumente sollen Informationen über geplante Anschläge, ausländische Gegner und diplomatische Beziehungen enthalten haben. Bereits im August hatte das FBI Boltons Haus nahe Washington durchsucht.
    US-Justizministerin Bondi erklärte, jeder, der eine Machtposition missbrauche und die nationale Sicherheit gefährde, werde zur Rechenschaft gezogen. Bolton selbst wies die Vorwürfe zurück und erklärte er sei "das neueste Ziel der Instrumentalisierung des Justizministeriums".

    Dritte Anklage eines Trump-Kritikers in kurzer Zeit

    Der Politiker und Diplomat war während Trumps erster Amtszeit ein Jahr lang dessen nationaler Sicherheitsberater. 2020 veröffentlichte er ein Enthüllungsbuch, in dem er ein vernichtendes Bild von Trump zeichnete. Die US-Regierung hatte davor vergeblich versucht, die Publikation zu stoppen.
    Derzeit geht das US-Justizministerium gegen mehrere Widersacher von Trump vor. Zuletzt waren der frühere FBI-Direktor Comey und die New Yorker Generalstaatsanwältin James angeklagt worden.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.