Montag, 05. Dezember 2022

Führungswechsel
Stoltenberg soll neuer NATO-Chef werden

Der frühere norwegische Regierungschef Jens Stoltenberg soll neuer Generalsekretär der NATO werden. Das Militärbündnis teilte das nach einer Ratssitzung in Brüssel mit. Stoltenberg soll den Posten am 1. Oktober übernehmen.

28.03.2014

    Die Nato-Flagge weht im Wind.
    Der Norweger Stoltenberg soll Nachfolger des bisherigen NATO-Generalsekretärs Rasmussen werden (picture-alliance / dpa / S. Sabawoon)
    Der Norweger wird dann den Dänen Anders Fogh Rasmussen nach mehr als fünfjähriger Amtszeit ablösen. Zuvor wird Rasmussen aber noch den NATO-Gipfel in Großbritannien Anfang September leiten.
    Seinem designierten Nachfolger wünschte er per Twitter alles Gute: "Ich kenne Jens Stoltenberg seit vielen Jahren und weiß, dass er der richtige Mann ist, um auf der Stärke und dem Erfolg der NATO nach dem Gipfel in Großbritannien aufzubauen."
    I’ve known @JensStoltenberg for many yrs & know he’s the right man to build on NATO’s record of strength & success after #natosummituk— AndersFogh Rasmussen (@AndersFoghR) 28. März 2014
    Stoltenberg war zuletzt der aussichtsreichste Kandidat für den Posten. Der Sozialdemokrat war unter anderem zwischen 2005 und Oktober 2013 Ministerpräsident Norwegens. Seine Kandidatur als NATO-Generalsekretär hatten vor allem die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien unterstützt. Über die Entscheidung des NATO-Rats stimmen kommende Woche noch einmal die Außenminister der 28 Mitgliedsstaaten ab.
    Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg während einer Wahlveranstaltung im September vergangenen Jahres
    Jens Stoltenberg war bis zum vergangenen Jahr Ministerpräsident Norwegens. (afp / Audun Braastad)
    Wegen der Krise in der Ukraine ist die NATO wieder stärker in den internationalen Fokus gerückt. US-Präsident Barack Obama hatte in dieser Woche noch bekräftigt, wie wichtig das Militärbündnis sei. Er hatte erklärt, es sollten alle möglichen Schritte geprüft werden, "um das Vertrauen unter allen NATO-Mitgliedern zu stärken".