
Die Politik müsse den Personalmangel und Digitalisierungsstau bei der Justiz im neuen Jahr schnell angehen, sagte der DRB-Bundesgeschäftsführer, Rebehn, der Rheinischen Post. Wenn "chronisch unterbesetzte Staatsanwaltschaften und Strafgerichte" mit der Arbeit nicht hinterherkämen, schwinde das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat, mahnte er. Es sei ein Alarmsignal, dass die Justiz in Umfragen den Rückhalt immer mehr verliere. Laut dem Richterbund gibt es mit einer Million unerledigter Fälle inzwischen einen neuen Höchststand.
Die Bundesregierung hatte bereits im Juli eine Neuauflage des "Pakts für den Rechtsstaat" beschlossen. Demnach sollen mit einer Anschubfinanzierung von 240 Millionen Euro 2000 zusätzliche Richter und Staatsanwälte eingestellt werden. Einige Länder fordern jedoch mehr Geld vom Bund, um die neuen Stellen dauerhaft finanzieren zu können.
Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
