Schweiz
Geplante Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt

Die ursprünglich für heute vorgesehenen Gespräche in der Schweiz zwischen ⁠den USA ⁠und dem Iran finden nicht statt.

    Der Berg Bürgenstock mit den Bügenstock Resort in der Schweiz in einer Luftaufnahme.
    Auf dem Bürgenstock in der Schweiz sollten am Freitag Verhandlungen stattfinden. (picture alliance / KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER)
    Das teilte das Außenministerium in Bern mit. Das Treffen war auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern geplant. ⁠Dort sollten die Unterhändler beider ⁠Seiten über einen ⁠dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. ‌US-Vizepräsident Vance hatte seine ‌Teilnahme bereits ‌abgesagt, und zwar aus "logistischen Gründen", wie es hieß. Aus dem Iran gibt es bisher keine Stellungnahme.
    Das Schweizer Außenministerium erklärte weiter. man sei weiterhin bereit, die Gespräche zu moderieren. Die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten würden fortgesetzt.

    Ischinger warnt vor wachsender Bedrohung für Israel

    Der Präsident der Stiftung Münchener Sicherheitskonferenz, Ischinger, sieht in dem Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran eine Stärkung des Iran. Er warnte im Deutschlandfunk vor einer wachsenden Bedrohung gegen Israel, da das amerikanisch-israelische Verhältnis schwer belastet sei. Auch könnte dies dazu führen, dass etwa Saudi-Arabien oder die Türkei vorsorglich über eine atomare Bewaffnung nachdächten.
    In dem von Washington und Teheran unterzeichneten Papier wurden eine Beendigung der Kampfhandlungen und die Öffnung der Straße von Hormus vereinbart. Beide Seiten verwiesen aber darauf, dass es sich nur um eine vorläufige Erklärung handele.
    Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.