Dienstag, 16. August 2022

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Geschäftsführer Armina Bielefeld
"Aufstieg das i-Tüpfelchen der letzten Jahre"

Vor neun Jahren war Arminia Bielefeld am Boden, stieg in die 3. Liga ab, bangte um die Lizenz. Nun schaffte die Arminia den Aufstieg in die Bundesliga - trotz der langen Coronapause. Er sei stolz darauf, wie stabil die Mannschaft über die Saison war, sagte Bielefelds Geschäftsführer Samir Arabi im Dlf.

Samir Arabi im Gespräch mit Niklas Potthoff | 28.06.2020

Der Geschäftsführer Sport von Arminia Bielefeld, Samir Arabi, sitzt lachend auf der Ersatzbank
"In den ersten beiden Drittliga-Jahren haben wir den Erhalt der Lizenz zu Saisonbeginn fast immer so gefeiert wie andere die Meisterschaft", sagte Bielefelds Geschäftsführer Sport, Samir Arabi im Dlf. (picture alliance / augenklick/firo Sportphoto//Ralf Ibing)
Seit März 2011 ist Samir Arabi bei Arminia Bielefeld, neun Jahre später feiert der Geschäftsführer den Aufstieg in die Bundesliga. Am Ende war es - nach einem Unentschieden des Hamburger SV - ein Aufstieg auf der Couch, das er mit einem Glas Rotwein gefeiert habe, sagte Arabi. Trotz der Coronapause und der Erfahrung der letzten Saison, als Arminia eine bessere Rückrunde spielte als der spätere Aufsteiger 1. FC Köln, sei die Mannschaft nicht eingbrochen, so Arabi. "Das zeichnet die Mannschaft aus, wie stabil sie geblieben ist über die ganze Saison."
Der Aufstieg sei das "i-Tüpfelchen der letzten Jahre", denn diese waren geprägt von vielen Höhen und Tiefen. So musste sich der Verein im April 2011 Geld aus dem Sicherungsfonds des Ligaverbands holen, bekam dafür einen Punktabzug und stieg ab. Eine intensive Zeit, erinnert sich Arabi: "Es war extrem. Es poppten eigentlich jeden Tag wirtschaftliche Horrormeldungen auf und das hat einen in den ersten Jahren sehr belastet. In den ersten beiden Drittliga-Jahren haben wir den Erhalt der Lizenz zu Saisonbeginn fast immer so gefeiert wie andere die Meisterschaft."

Ostwestfälische Wirtschaft rettet Arminia

Mit dem Verbund mehrerer Unternehmen Ostwestfalens, dem "Bündnis Ostwestfalen", habe man dann eine Unterstützung erfahren, die den Verein wirtschaftlich auf stabile Beine gestellt habe. Dabei wäre es primär um Vergangenheitsbewältigung gegangen. "Der Verein ist über den Bau der Tribüne damals in eine extreme Schieflage geraten. Und insofern gab es eine große Unterstützung, was die Vergangenheit anbelangt und jetzt in vielen Themen, für die wir auch stehen möchten: nachhaltige Produkte, Projekte, Nachwuchsleistungszentren."
Genauso lang wie Arabi ist Arminia-Kapitän Fabian Klos im Verein - eine wichtige Stütze, findet Arabi. Klos habe sich genauso wie der Klub weiterentwickelt und identifiziere sich zu 100 Prozent mit Klub und Region. "Es gab auch das ein oder andere Angebot. Ich glaube, dass er glücklich ist, dass er sich dagegen entschieden hat oder wir ihm gesagt haben: Er soll mal schön hier bleiben."