Debatte
Gewerkschaften kritisieren geplantes Aus für abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren

In der Debatte um das Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren kritisieren führende Gewerkschaftsvertreter die Reformpläne der Bundesregierung.

    Christiane Benner, 1. Vorsitzende der IG Metall, spricht auf der Jahreskonferenz der Gewerkschaft.
    Die IG-Metall-Vorsitzende Benner (Archivbild) (dpa / Hannes P. Albert)
    In der "Bild am Sonntag" sprachen sich unter anderem die IG-Metall-Vorsitzende Benner und das DGB-Vorstandsmitglied Piel gegen den Vorschlag aus. Piel betonte, nach einem halben Jahrhundert Arbeitsleben habe man Anspruch auf eine gute Rente ohne Abschläge. Auch Verdi-Chef Werneke bezeichnete das Vorhaben der Bundesregierung als falsch. Dagegen bekräftigte die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Connemann, man wolle an dem erarbeiteten Rentenpaket festhalten.
    Die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren ist einer der zentralen Punkte der geplanten Rentenreform der Koalition aus Union und SPD. Die ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Kretschmer, Schulze und Voigt hatten durch ihre Kritik eine Debatte angestoßen. Auch aus Reihen der SPD gab es inzwischen Widerspruch.
    Diese Nachricht wurde am 09.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.