
Die Umweltorganisation Greenpeace erklärte, aktuell holten die deutschen Hersteller im Rennen um den Zukunftsmarkt Elektromobilität auf. Ausgerechnet jetzt setze sich die Bundesregierung dafür ein, die europäischen Anreize in diesem Wettlauf abzuschwächen. Der Naturschutzbund Nabu sagte, statt einem Herbst der Reformen präsentiere die Koalition ein Festklammern an der Vergangenheit.
Union und SPD hatten sich im Koalitionsausschuss auf eine gemeinsame Position geeinigt. Kanzler Merz kündigte an, die EU-Kommission darum zu bitten, dass auch nach 2035 "hocheffiziente Verbrenner" zugelassen werden können.
EU-Kommission will deutsche Position prüfen
Die EU-Kommission hat angekündigt, die deutschen Änderungsvorschläge zum Verbrenner-Aus zu prüfen. Man werde alle Rückmeldungen von Mitgliedsstaaten sorgfältig betrachten, einschließlich der Position der deutschen Regierung, erklärte eine Sprecherin der Kommission in Brüssel.
Die Kommission arbeitet aktuell an einer Überarbeitung der CO2-Grenzwerte für Neuwagen und will voraussichtlich in zwei Wochen einen Vorschlag veröffentlichen. Derzeit gilt, dass neue Autos ab 2035 kein CO2 ausstoßen dürfen.
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Diese Nachricht wurde am 29.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
