Donnerstag, 01. Dezember 2022

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Griechischer Fußball
Haftstrafen wegen Manipulationen

In Griechenland sind ehemalige Spieler und Funktionäre zu Haftstrafen verurteilt worden. Zum Teil wurden sie zur Bewährung ausgesetzt. Es geht um den Vorwurf der Spielmanipulationen in Spielen der zweiten und dritten griechischen Liga.

Von Michael Lehmann | 01.03.2018

    Super League Griechenland Saison 2017-2018 1. Spieltag, 19.08.2017 Asteras Tripolis - PAS Giannina 1:2 Torjubel - die Spieler von Asteras Tripolis jubeln über das Tor von Nikos Kaltsas (li.) zum 1:2 Asteras Tripolis - PAS Giannina 1:2 PUBLICATIONxNOTxINxGRE ANE4205041 Super League Greece Season 2017 2018 1 Matchday 19 08 2017 Asteras Tripoli Pas Gian Nina 1 2 goal celebration The Players from Asteras Tripoli cheer above the goal from Nikos Kaltsas left to 1 2 Asteras Tripoli Pas Gian Nina 1 2 PUBLICATIONxNOTxINxGRE ANE4205041
    Auch der Präsident von Asteras Tripolis wurde wegen Spielmanipulation verurteilt. Hier seine Spieler beim Torjubel. (imago sportfotodienst)
    Es sind insgesamt 58 Fußballfunktionäre, denen die griechische Justiz in der vergangenen Nacht die rote Karte gezeigt hat. Spät am Abend erfuhren Manager, Schiedsrichter und ehemalige Spieler, dass sie wegen Spiel- und Wettmanipulationen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.
    Die Ermittler haben über einen langen Zeitraum viele Telefongespräche der Verdächtigen abgehört und so Absprachen über Spielverläufe und somit Wettbetrug enttarnen können. "Wanzenskandal" werden die Fälle deshalb in Griechenland auch genannt. Unter den Verurteilten sind keine Funktionäre der großen berühmten griechischen Klubs. Prominenteste Fälle sind der Präsident von Asteras Tripolis und der Besitzer der Mannschaft Olympiakos aus der Stadt Volos in Mittelgriechenland.
    Hinweise kamen von der FIFA
    Der Weltfußballverband FIFA hatte vor einigen Jahren der griechischen Justiz Verdachtsfälle gemeldet. Mehrere Spiele der zweiten und dritten Liga in Griechenland galten damals als verdächtig.
    Gegen die jetzigen Urteile haben alle 58 betroffenen Fußball-Funktionäre und Ex-Spieler Berufung eingelegt. In einigen Fällen können die Verurteilten Bewährungsstrafen in Geldstrafen umwandeln lassen.