Revanchismus
Großdeutsche Fantasien eines AfD-Jugend-Vorstands lösen Besorgnis in Nachbarländern aus

Das Vorstandsmitglied der AfD-Jugendorganisation Strauf ist wenige Tage, nachdem er mit großdeutschen Fantasien internationale Reaktionen ausgelöst hatte, zurückgetreten.

    Ein Landkarte von West- und Mitteleuropa mit angeblich deutschen Gebieten eingezeichnet.
    Inzwischen ist die Karte und der Beitrag dazu wieder gelöscht. Unter anderem der französische Sender BFM hatte über sie berichtet. (Screenshot /BFM )
    Wie die "Generation Deutschland" mitteilte, legt er sein Amt als Beisitzer aus - Zitat - "persönlichen Gründen" nieder.
    Strauf hatte am 3. Oktober eine Karte in den Sozialen Medien verbreitet. Darauf waren Luxemburg und Österreich als deutsch gekennzeichnet, ebenso Gebiete, die zu Frankreich, Belgien, der Schweiz, Italien, Polen, Ungarn, der Slowakei, Rumänien, den Niederlanden und Dänemark gehören. In dem später gelöschten Beitrag hieß es dazu, Deutsche Einheit bedeute ein Deutschland, das das gesamte deutsche Volk in einem Staat vereine. Der 3. Oktober, also der Tag der Wiedervereinigung, wurde als "Etappensieg" bezeichnet. Medien in mehreren Nachbarländern griffen Straufs Äußerungen auf und sprachen von gefährlichen Annexionsfantasien, die man nicht als Einzelmeinung eines AfD-Funktionärs abtun dürfe.
    Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.