Mögliche rechte Proteste
Großer Polizeieinsatz beim CSD in Bautzen

Im sächsischen Bautzen ist der Demonstrationszug zum Christopher Street Day wegen möglicher rechtsextremer Störaktionen unter einem großen Polizeiaufgebot gestartet.

    Teilnehmer einer rechten Demonstrierten werden am Bahnhof von Polizisten begleitet.
    Anlässlich des Christopher Street Day in Bautzen hat die rechtsextreme Kleinstpartei Freie Sachsen einen Protest angekündigt. (picture alliance / dpa / Sebastian Willnow)
    Nach einer Lagebewertung seien entsprechende Einsatzkräfte vor Ort, sagte eine Sprecherin. Zum CSD in Bautzen werden nach Angaben des Veranstalters rund 500 Menschen erwartet. Zugleich ist eine Demonstration gegen den CSD geplant. Dazu sind bis zu 400 Personen angemeldet worden. Auch die rechtsextreme Kleinstpartei "Freie Sachsen" hat einen Protest angekündigt. Bereits gestern wurde die im Anschluss an den CSD-Umzug geplante Abschlussparty aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die sächsische Justizministerin Meier von den Grünen sagte, es mache sie fassungslos, dass eine Veranstaltung aufgrund der starken rechtsextremen Mobilisierung abgesagt werden müsse.
    Nach einer Vielzahl von Hasskommentaren zu einer Social-Media-Berichterstattung anlässlich des CSDs im niedersächsischen Gifhorn ermittelt die dortige Polizeiinspektion gegen die Verfasser. Wie die "Gifhorner Rundschau" mitteilte, hatte ein bei Facebook veröffentlichter Beitrag zur CSD-Parade am 13. Juli eine Welle an hasserfüllten Kommentaren in vierstelliger Höhe ausgelöst.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.