Dienstag, 15.06.2021
 
Seit 00:05 Uhr Fazit
StartseiteJazzFactsDas Motorische und der Klang25.03.2021

György Ligeti im JazzDas Motorische und der Klang

Von den großen Komponisten der Neuen Musik beeindruckt György Ligeti zeitgenössische Jazzmusiker am meisten. Vor allem Pianistinnen und Pianisten beziehen sich auf den 2006 Verstorbenen, darunter Kris Davis, Elliot Galvin, Aki Rissanen, Florian Ross. Was fasziniert sie am Werk des Ungarn so sehr?

Von Michael Rüsenberg

Schwarz-Weisses Porträt eines Mannes mit Sonnenbrille, der zur Seite sieht. (Imago / Mary Evans)
György Ligeti war ein erklärter Fan von Jazzpianist Bill Evans (Imago / Mary Evans)
Mehr zum Thema

Revisited Forum neuer Musik 2012 Avantgarde trifft Orthodoxie

Pierre-Laurent Aimard "Ligeti war interessiert in alles und alle"

Elina Duni & Rob Luft - Lieder von Melancholie und Lebenslust

Deutlichsten Ausdruck fand das Jazz-Interesse an Ligeti im Werk des französischen Pianisten Benoit Delbecq, dessen Interview mit dem Komponisten (1998) weit verbreitet ist. Zentral für Jazzmusiker sind Klavier-Etüden aus den 80er-Jahren, mit denen sich Ligeti selbst wiederum auf Jazz bezieht. Bei „Fanfares“ zeigt er sich an Thelonious Monk interessiert, „Arc-en-ciel“ ist - nach seinen eigenen Worten - „fast ein Jazzstück“. Es soll laut Notentext „with swing“ gespielt werden und erinnert an „Time remembered“ von Bill Evans. Für den Pianisten Sebastian Sternal sind es vor allem zwei Aspekte, die ihn an Ligeti faszinieren: „Das Motorische und der Klang“.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk