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StartseiteCorsoDer Fluss als Gestaltungsraum03.08.2018

"Hallo: Festspiele" in HamburgDer Fluss als Gestaltungsraum

"In Hamburg kommt man teilweise gar nicht erst ans Wasser, um es zu nutzen", sagten Dorothee Halbrock und Dagmar Pelger von den "Hallo: Festspielen" in Hamburg im Dlf. Mit Performances und Musik soll das Festival auf dieses Problem aufmerksam machen - und für mehr öffentlichen Zugang zum Wasser werben.

Dorothee Halbrock und Dagmar Pelger im Corsogespräch mit Mike Herbstreuth

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Blick am 27.12.2017 in Hamburg auf die HafenCity (unten) mit der Elbphilharmonie (links), der Speicherstadt (Mitte) und der Neustadt mit der Binnenalster oben, Luftaufnahme). Hamburgs jüngster Stadtteil wächst enger zusammen, mehr als 60 Bauprojekte sind nach 17 Jahren fertiggestellt, noch einmal so viele sind im Bau oder in Planung. (zu dpa "Hafencity schließt weitere Baulücken" vom 19.01.2018) Foto: Daniel Bockwoldt/dpa | Verwendung weltweit (dpa/Daniel Bockwoldt)
Wasser gibt es in Hamburg jede Menge - nur steht es selten der Öffentlichkeit zur Verfügung (dpa/Daniel Bockwoldt)
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So schön Grundstücke direkt an Flüssen oder Seen auch sind, so selten hat die Öffentlichkeit etwas davon: oft sind sie in der Hand von Investoren oder Privatpersonen, die den Zutritt zu den Grundstücken verbieten und so der Öffentlichkeit den direkten Zugang zum Wasser nehmen. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, finden von 03. bis 05. August in Hamburg-Hammerbrook an und auf dem Elb-Nebenfluss Bille die "Hallo: Festspiele" statt - mit Kunst und Performances rund um das Thema "Öffentlicher Zugang zum Wasser".

Ein Festival wie dieses sei ein gutes Medium, um über ein attraktives Angebot ein leichteren Zugang zu Themen wie dem öffentlichen Zugang zu Wasser oder städtische Raumnutzung zu schaffen, so die Koordinatorin der "Hallo: Festspiele", Dorothee Halbrock, im Deutschlandfunk.

Kreative und Studierende erarbeiten Zukunftsvision für die Bille

Das Programm der Festspiele ist teilweise in Zusammenarbeit mit Studierenden des Fachbereichs "Architektur und Landschaft" der HafenCity Universität entstanden - zum Beispiel wurden Anwohnerinnen und Anwohner, ortsansässige Vereine und Betriebe nach ihrer Vision für das Gelände entlang der Bille befragt. Bei dieser Befragung der verschiedensten Akteure sei vor allem eines aufgefallen, so die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität, Dagmar Pelger: 

"Was die Meinungen zusammenbringt, die wir gesammelt haben: Generell die Zugänglichkeit und eine größere Möglichkeit der Nutzung der Wasserflächen wird geteilt."

Die Arbeit der Festspiele und die Ideen, die dort entstehen, würden von der Hamburger Stadtplanung wahrgenommen, so Halbrock. Die letzten drei Jahre hätten gezeigt, "dass da auf jeden Fall ein großes Interesse besteht - sowohl von Bevölkerungsseite aus als auch von Stadt- und Politikseite, dass wir als Vermittlerposition dazwischenstehen, und das funktioniert."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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