Krieg im Nahen Osten
Hamas-Terroristen lassen weitere 17 israelische Geiseln frei, darunter vier deutsche Doppelstaatler

Im Gaza-Streifen sind gestern Abend weitere 17 Geiseln freigekommen.

26.11.2023
    Zu sehen ist ein Jeep des Roten Kreuzes. Daneben stehen mehrere Männer, einer hält ein Gewehr in der Hand.
    Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes, in dem vermutlich Geiseln transportiert werden, kommt an der Grenze von Rafah im südlichen Gazastreifen an. (Mohammed Talatene / dpa / Mohammed Talatene)
    Unter ihnen sind nach Angaben von Bundesaußenministerin Baerbock vier Personen, die neben der israelischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Sie wurden an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übergeben und sind inzwischen in Israel angekommen. Israel entließ im Gegenzug 39 inhaftierte palästinensische Frauen und Minderjährige aus dem Gefängnis. - Die ursprünglich für den Nachmittag geplante Freilassung hatte sich verzögert, weil die Hamas weitere Hilfslieferungen in den Norden des Gazastreifens verlangte. Unter der Vermittlung von Katar und Ägypten kam es noch am Abend zu einer Einigung. Eine erste Gruppe von Geiseln war bereits am Freitag freigelassen worden.
    Bundespräsident Steinmeier und Bundestagspräsidentin Bas reisen heute zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel. Die beiden höchsten Repräsentanten Deutschlands kommen einer Einladung des israelischen Präsidenten Herzog nach. Steinmeier hatte gestern den Vermittlern dafür gedankt, dass die ersten Geiseln aus der Gewalt der Terrororganisation Hamas freigelassen wurden. Der Bundespräsident betonte, der Weg zu einem Ende der Kämpfe zwischen Israel und der Hamas könne nur über die Freilassung aller Geiseln führen.
    Diese Nachricht wurde am 26.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.