Bayern
Haus von Jürgen Habermas ist nun Baudenkmal

Das Haus des verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas in Starnberg ist nun ein Baudenkmal. Das Gebäude aus den 1970er Jahren sei nach Prüfung in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen worden, teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mit. Es gilt als bedeutendes Zeugnis des Übergangs vom Neofunktionalismus der Nachkriegsmoderne zur Postmoderne.

    Starnberg: Das Wohnhaus des im März 2026 gestorbenen Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas, ein weißes Haus, das von Büschen und Bäumen umgeben ist.
    Das Wohnhaus des im März 2026 gestorbenen Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen worden. (- / Bayerisches Landesamt für Denk / -)
    "Das Haus Habermas ist gebaute Philosophie", sagte der Generalkonservator des Landesamts, Mathias Pfeil. Es sei "ein herausragendes Zeugnis für das Selbstbild eines der bedeutendsten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts". Seit seinem Bau sei das Gebäude, in dem Habermas mit seiner Familie lebte, fast unverändert erhalten und dokumentiere "das Bauen und Wohnen des gehobenen Bürgertums" der 1970er Jahre.
    Habermas war im März gestorben. Sein Haus ist ein langgestreckter weißer Kubus an einem Hang am Starnberger See. Innen bildet eine Bücherwand die zentrale Achse. Es ist das Erstlingswerk der Münchner Architekten Heinz Hilmer und Christoph Sattler, die die Planung im Austausch mit Jürgen Habermas und seiner Frau Ute entwickelten.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.