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Hochschulinitiative
"Wir brauchen mehr Vertrauen in die liberale Gesellschaft"

Eine neue Initiative von Hochschul-Dozenten will das "Vertrauen die liberale Gesellschaft" stärken. Aktuelle Entwicklungen wie zunehmender Populismus bereite ihm Sorge, sagte Mitgründer Martin Wortmann, Präsident der Rheinischen Fachhochschule, im Dlf. Hochschulen stünden gesellschaftlich in der Verantwortung.

Martin Wortmann im Gespräch mit Jürgen Zurheide |
    Martin Wortmann, Präsident der Rheinischen Fachhoschule Köln und Mitgründer der Initiative „Vertrauen in die liberale Gesellschaft“, sitzt am Mikrofon im DLF-Studio der Informationen am Morgen
    Mitgründer der neuen Initiative Martin Wortmann ist kommunalpolitisch für die FDP aktiv - kritisiert aber auch seine eigene Partei (Deutschlandradio / Jan Bornemann)
    Zehn deutsche Hochschul-Dozenten haben eine liberale politische Bewegung gegründet, die sich als parteiübergreifend versteht. "Wir brauchen wieder mehr Vertrauen in die liberale Gesellschaft", sagte Martin Wortmann, Präsident der Rheinischen Fachhochschule Köln, einer der Gründer und Mitinitiatoren, zu den Beweggründen.
    Aufklärung, nicht Populismus
    Aktuelle Entwicklungen wie zunehmenden Populismus betrachte er mit Sorge. Gerade als Bildungseinrichtungen sähen sich die Hochschullehrer in der Verantwortung. Wissenschaft, Lehre und Ausbildung stünden prinzipiell der Aufklärung nahe, nicht dem Populismus.
    Auch in der Hochschullandschaft habe sich die Kultur verändert: Die Diskussionsfreudigkeit habe abgenommen. Doch die Aufgaben der Hochschulen seien Lehre, Forschung und der Transfer in die Gesellschaft - also gerade der Austausch: "Hochschulen müssen sich öffnen", forderte Martin Wortmann. Sie hätten einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
    Europäisch lernen und forschen
    Die Gesellschaft solle sich als Gemeinschaft betrachten, betonte der Präsident der Rheinischen Fachhochschule - dazu müsse sie aber auch eine gemeinsame Bildung haben. Als Beispiel im Hinblick auf Europa nannte er das Ziel "Europäische Hochschulen", an denen gemeinsam und europäisch gelernt und geforscht werden könne.