AfD und BSW
Höcke bietet Wagenknecht an, Ministerpräsidentin von Thüringen zu werden

Thüringens AfD-Fraktionschef Höcke hat BSW-Gründerin Wagenknecht vorgeschlagen, sie könne mit den Stimmen seiner Partei Regierungschefin des Freistaats werden.

    Sahra Wagenknecht während einer Pressekonferenz zur Einreichung der Wahlprüfungsbeschwerde der Partei BSW beim Bundesverfassungsgericht.
    BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat Kritik an der Brandmauer geübt. Nun bietet ihr Thüringens AfD-Chef Höcke an, sich zur Ministerpräsidentin des Freistaats wählen zu lassen. (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    "Werden Sie Ministerpräsidentin", sagt Höcke in einem im Netzwerk X geposteten Video. Wagenknecht habe zurecht Kritik an der Brandmauerpolitik geäußert und solle noch vor dem 6. September, dem Tag der Wahl in Sachsen-Anhalt, "ein neues Kapitel in der Parteiengeschichte der Bundesrepublik" aufschlagen. Das BSW ist allerdings in Thüringen wie die SPD Teil der Koalition von CDU-Regierungschef Voigt. Zwischen dem BSW-Landesverband und Wagenknecht gibt es Spannungen.
    Die AfD Thüringen wird vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft und beobachtet. Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Höcke kann nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2019 als Faschist bezeichnet werden.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.