
Die französische Regierung hat die Tankzuschüsse für die Landwirtschaft, das Baugewerbe und die Fischerei bis Jahresende verlängert. Angesichts der wieder zunehmenden Spannungen im Nahen Osten und in der Straße von Hormus würden die Unterstützungsmaßnahmen an den erneuten Anstieg der Kraftstoffpreise angepasst, hieß es in Paris. Ziel sei es, die Wirtschaftstätigkeit, die Beschäftigung und das Wachstum zu sichern und den Unternehmen bis zum Jahresende Planungssicherheit zu geben. Für Fischer wird die Beihilfe von 25 auf 35 Cent je Liter erhöht, während die Unterstützung für Bauunternehmen und Landwirte fortgeführt wird.
Italien setzt auf Steuererleichterungen
In Italien verzichtet der Staat angesichts der steigenden Kraftstoffpreise ein Jahr lang weitgehend auf die Kfz-Steuer. Die Regierung von Ministerpräsidentin Meloni beschloss, im nächsten Jahr für Pkw und Zweiräder mit einer Leistung von weniger als 80 Kilowatt keine Steuer zu erheben. Zudem wurde eine bestehende Diesel-Steuerermäßigung verlängert, während weitere Hilfen für besonders betroffene Gruppen wie Spediteure, Landwirte und Fischer geprüft werden.
Österreich verlängert Spritpreisbremse
Auch Österreich hält an staatlichen Entlastungen fest. Die Regierung in Wien hat die sogenannte Spritpreisbremse bis Ende September verlängert. Die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel bleibt damit um 1,9 Cent je Liter reduziert. Einschließlich Umsatzsteuer entspricht dies einer Entlastung von 2,28 Cent je Liter an der Zapfsäule. Zudem gilt weiterhin eine "Preis-Runter-Garantie", die sicherstellen soll, dass sinkende Großhandelspreise rasch an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Verlängerung wurde vom österreichischen Wirtschaftsministerium bekanntgegeben.
Portugal erhöht Steuerentlastung
Besonders weit geht derzeit Portugal. Die Regierung in Lissabon hat ihre Maßnahmen gegen die steigenden Kraftstoffpreise verlängert und ausgeweitet.
Nach Angaben der portugiesischen Regierung beträgt die Entlastung über die Kraftstoffsteuer ISP inzwischen 23 Cent je Liter für Benzin und Diesel. Zudem wurde der Rabatt für Agrardiesel in Höhe von zehn Cent je Liter verlängert.
Die Regierung begründet die Maßnahmen mit den Belastungen für Familien und Unternehmen durch die aktuelle Energiekrise und die gestiegenen Kraftstoffpreise. Weitere Hilfen werden nicht ausgeschlossen.
Nach Angaben der portugiesischen Regierung beträgt die Entlastung über die Kraftstoffsteuer ISP inzwischen 23 Cent je Liter für Benzin und Diesel. Zudem wurde der Rabatt für Agrardiesel in Höhe von zehn Cent je Liter verlängert.
Die Regierung begründet die Maßnahmen mit den Belastungen für Familien und Unternehmen durch die aktuelle Energiekrise und die gestiegenen Kraftstoffpreise. Weitere Hilfen werden nicht ausgeschlossen.
Spanien entlastet beim Diesel
Spanien reagiert ebenfalls auf die jüngste Preisentwicklung. Seit Anfang September gilt dort für Diesel eine steuerliche Entlastung von rund 20 Cent je Liter. Für Benzin wurde eine Entlastung von fünf Cent je Liter beibehalten. Die Maßnahmen sind Teil des staatlichen Programms gegen die Folgen der Energiekrise. Darüber hinaus prüft die spanische Regierung weitere Hilfen für Landwirtschaft und Fischerei.
Polen: Preisdeckel ausgelaufen, neue Hilfen geplant
Polen hatte bereits im Frühjahr und Sommer ein staatliches Programm mit Kraftstoffpreisdeckeln und einer abgesenkten Mehrwertsteuer aufgelegt. Dieses Programm lief Ende August beziehungsweise Anfang September aus. Aktuell bereitet die Regierung von Ministerpräsident Tusk jedoch neue Maßnahmen vor. Das Kabinett hat am 15. September einen Entwurf für eine 60-prozentige Übergewinnsteuer auf Mineralölunternehmen beschlossen. Die Einnahmen sollen vollständig zur Finanzierung neuer Entlastungen bei den Kraftstoffpreisen verwendet werden. Tusk kündigte an, bei Inkrafttreten des Gesetzes unmittelbar neue Maßnahmen zur Senkung der Kraftstoffpreise auf den Weg zu bringen.
Rumänien senkt Dieselsteuer um ein Viertel
Mit einer direkten Steuersenkung reagiert Rumänien auf die gestiegenen Kraftstoffpreise. Das Finanzministerium in Bukarest hat die Verbrauchsteuer auf Diesel bis Ende September um 25 Prozent reduziert. Die Regierung will damit insbesondere den Transport- und Logistiksektor entlasten und einen weiteren Anstieg der Verbraucherpreise verhindern.
Diese Nachricht wurde am 17.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
