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Bericht
Hunderte deutsche Staatsbedienstete müssen Russland verlassen

Mehrere hundert deutsche Staatsbedienstete müssen Russland verlassen.

27.05.2023
    Das Foto zeigt das Goethe-Institut in Moskau. Vor dem Gebäude stehen und gehen Menschen.
    Auch Mitarbeiter des Goethe-Instituts müssen Russland verlassen (Archivbild des Instituts in Moskau). (dpa / picture alliance / Federico Gambarini)
    Das Auswärtige Amt erklärte, die Regierung in Moskau habe eine Obergrenze für den Personalbestand der dortigen deutschen Auslandsvertretungen und Organisationen eingeführt. Dies führe zu einem großen Einschnitt in allen Bereichen der deutschen Präsenz. Die Ausweisungen seien nicht gerechtfertigt und nicht nachvollziehbar, hieß es weiter. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sind neben Diplomaten vor allem Mitarbeiter von kulturellen Institutionen wie der Deutschen Schule in Moskau und dem Goethe-Institut betroffen.
    Kritik an der Entscheidung kam auch von deutschen Außenpolitikern. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Roth warf Russland eine Politik der Drohung und Einschüchterung vor. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, sprach von einem Tiefpunkt in den bilateralen Beziehungen.
    Deutschland und Russland hatten schon in den vergangenen Monaten immer wieder gegenseitig Diplomaten ausgewiesen.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.