
Das Angebot werde rege genutzt, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Hass und Hetze gegen Engagierte in der Kommunalpolitik seien nach wie vor ein großes Thema. 320 bedrohte Kommunalpolitiker hätten sich bislang bei der bundesweiten Anlaufstelle beraten lassen. Das seien im Schnitt über 14 Ratsuchende pro Monat. Dabei gehe es vor allem um Beleidigungen, üble Nachrede und Verleumdungen.
Die meisten betroffenen Kommunalpolitiker meldeten sich nicht gleich beim ersten Vorfall bei der sogenannten "starken Stelle", wie die Hotline heißt. Laut Innenministerium handelt es sich oft um eskalierte Konflikte mit einer längeren Vorgeschichte. Die vor etwa zwei Jahren eingerichtete Beratungsstelle hilft bei straf- oder zivilrechtlichen Fragen. Darüber hinaus werden die Betroffenen an spezialisierte Anlaufstellen bei Polizei und Justiz vermittelt.
5.800 Fälle von Beleidigungen oder Nötigungen gegen Amts- und Mandatsträger
Im vergangenen Jahr war die Zahl der Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger gegenüber 2024 zwar leicht zurückgegangen, aber mit fast 5.800 Fällen immer noch höher als in früheren Jahren. Zu den häufigsten Delikten zählen Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Nötigungen und Bedrohungen. In 85 Fällen wurden im vergangenen Jahr Amts- und Mandatsträger Opfer von Gewalt.
Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
