Einsatz der US-Einwanderungsbehörde
ICE-Beamter erschießt Frau in Minneapolis

Bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE im Bundesstaat Minnesota ist eine Frau von einem Beamten erschossen worden.

    Ein US-Bundesbeamter geht mit Reizspray gegen Demonstranten in Minneapolis vor, die gegen die Einwanderungsbehörde ICE protestieren.
    Ein US-Bundesbeamter geht mit Reizspray gegen Demonstranten in Minneapolis vor, die gegen die Einwanderungsbehörde ICE protestieren. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Ellen Schmidt)
    Nach Angaben der Polizei befand sich die 37-Jährige in ihrem Fahrzeug und blockierte eine Straße, als sich ein ICE-Beamter zu Fuß näherte. Das Auto setzte sich demnach in Bewegung, woraufhin mindestens zwei Schüsse fielen. Die Frau wurde am Kopf getroffen und im Krankenhaus für tot erklärt.
    US-Heimatschutzministerin Noem sprach auf einer Pressekonferenz von einem "defensiven" Schusswaffeneinsatz, weil die Frau versucht habe, Einsatzkräfte zu überfahren. Die Stadt Minneapolis widersprach dieser Darstellung. Der demokratische Bürgermeister Frey warf den Bundesbehörden vor, die Lage eskaliert zu haben. Am Tatort versammelten sich hunderte Menschen, die den Abzug der Beamten aus Minneapolis forderten.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.