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Orientierung
Immer weniger Menschen können Karten lesen

Immer weniger Menschen können offenbar Land- und Straßenkarten lesen.

    Ein älterer Mann befestigt ein Smartphone zur Navigation an seinem Fahrrad.
    Auch weil sie sich zu sehr aufs Smartphone und Navi verlassen, kommen offenbar immer weniger Menschen mit Landkarten zurecht. (dpa-tmn / Christin Klose)
    Das sagt ein Kartograf der Universität Wien in seinem Beitrag auf einem Symposium zu dem Thema. Laut seinen Erkenntnissen nimmt die Kartenlesekompetenz insgesamt ab. Deshalb plädiere er dafür, dass Kartenlesen und -interpretieren schon ab der Grundschule unterrichtet werden sollte. Der Kartograf sagte dem ORF: "Wir lernen lesen und schreiben und mit Zahlen umzugehen. Aber wir lernen nicht, kompetent mit abstrakten Symbolen und Modellen umzugehen, die den Raum beinhalten." Dabei bräuchten wir sowohl für Karten auf Papier als auch auf dem Smartphone eine bestimmte Lesekompetenz, um zu verstehen, wo wir uns befinden.
    So zeige etwa die Erfahrung der Bergrettung, dass Menschen auf Bergtouren zwar oft digitale oder Papier-Karten dabei hätten, sie aber nicht richtig lesen könnten. Weitere Sprecher bei dem Symposium berichteten, dass sich viele Menschen zunehmend von Smartphones oder Navigationsgeräten abhängig machten, dann aber ohne Empfang nicht zurechtkämen.
    Diese Nachricht wurde am 29.11.2023 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.