Türkei
Inhaftierter Oppositionspolitiker Imamoglu tritt neuer Partei bei

Der inhaftierte ehemalige Istanbuler Bürgermeister Imamoglu ist der neuen größten Oppositionspartei in der Türkei beigetreten.

    Der ehemalige Bürgermeister Istanbuls, Ekrem Imamoglu, spricht zu seinen Anhängern vor dem Istanbuler Gerichtsgebäude.
    Imamoglu tritt neuer Oppositionspartei in der Türkei bei (Emrah Gurel/AP/dpa)
    Er verlasse die Republikanische Volkspartei CHP, um einen neuen Weg einzuschlagen, teilte Imamoglu mit. Mit der gerichtlich erwirkten Absetzung von CHP-Chef Özel seien alle demokratischen Standards ausgehebelt worden.
    Özel wertete das Vorgehen als politisch motiviert und gründete rund zwei Monate später die "Neue Partei". Weil sich die CHP-Abgeordneten mehrheitlich anschlossen, wurde sie zur größten Oppositionspartei im Parlament.
    Imamoglu war im März 2025 unter Korruptionsvorwürfen inhaftiert und als Bürgermeister der Millionenmetropole Istanbul abgesetzt worden. Seine Anhänger sahen darin den Versuch, einen Gegner von Staatschef Erdogan und potenziellen Präsidentschaftskandidaten auszuschalten. Die Regierung wies den Vorwurf der Einflussnahme auf die Justiz zurück.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.