Migrationspolitik
Dobrindt verlängert Grenzkontrollen um weitere sechs Monate

Bundesinnenminister Dobrindt will die Grenzkontrollen zu den Nachbarstaaten über den 15. März hinaus um ein weiteres halbes Jahr verlängern. Die Kontrollen seien ein Element der Neuordnung der Migrationspolitik, sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung.

    Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, spricht im Bundesministerium des Innern.
    Bundesinnenminister Dobrindt (picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)
    Die EU-Kommission werde darüber informiert. Da systematische Kontrollen im Schengen-Raum grundsätzlich nicht vorgesehen sind, ist dieser formelle Schritt zwingend erforderlich. Nach der Einigung der EU-Staaten auf eine Verschärfung der gemeinsamen Asylpolitik hatte Bundeskanzler Merz im Dezember noch erklärt, er selbst habe die Grenzkontrollen immer als etwas von begrenzter Dauer und Wirkung empfunden.
    Die Kontrollen gibt es seit September 2024 wieder. Im Mai vergangenen Jahres wurden sie verschärft. Bis zum Jahresende registrierte die Bundespolizei mehr als 33.000 unerlaubte Einreisen - die meisten Menschen wurden zurückgewiesen.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.