Kosovo
Innenminister fordert von Serbien die Auslieferung sechs Verdächtiger

Im Kosovo suchen die Behörden nach den schweren Gefechten mit mindestens vier Toten nach den Verantwortlichen für die Gewalttat.

25.09.2023
    Zu sehen ist ein Polizeifahrzeug im Kosovo nach einem Angriff in der Stadt Banjska.
    Banjska: Kosovarische Polizei transportiert einen Verletzten ab. (AFP / STRINGER)
    Innenminister Svecla forderte von Serbien die Auslieferung von sechs Angehörigen eines offenbar schwer bewaffneten Kampfkommandos. Die Verdächtigen würden im Krankenhaus der Stadt Nowi Pasar behandelt. Sie müssten unverzüglich ins Kosovo gebracht und dort vor Gericht gestellt werden, erklärte der Minister. Dort gilt heute eine landesweite Staatstrauer. An öffentlichen Gebäuden wehen die Flaggen auf Halbmast. Das Land gedenkt damit des Polizisten, der bei der Schießerei getötet wurde. Ein serbisches Kampfkommando hatte gestern in einem Dorf unweit der Grenze zu Serbien kosovarische Polizisten angegriffen und ein serbisch-orthodoxes Kloster zeitweise unter seine Kontrolle gebracht.
    Bei den Gefechten wurden auch drei serbische Kämpfer getötet. Serbiens Präsident Vucic wies jegliche Verantwortung seines Landes für die Vorfälle zurück und erklärte, bei den Angreifern habe es sich um Kosovo-Serben gehandelt.
    Diese Nachricht wurde am 25.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.