US-Militäreinsatz
Interims-Staatschefin Rodriguez will nicht mit USA zusammenarbeiten - Maduro in Haftanstalt in New York

Die venezolanische Vizepräsidentin Rodriguez hat nach der Festnahme von Staatschef Maduro durch die USA eine Zusammenarbeit mit Washington abgelehnt.

    Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodriguez spricht bei einer Pressekonferenz in Caracas.
    Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodriguez (AFP / JUAN BARRETO)
    Ihr Land werde nie wieder eine Kolonie, egal von welchem Imperium, erklärte Rodriguez Medienberichten zufolge. Das Oberste Gericht des Landes hatte die Politikerin nach der Gefangennahme von Präsident Maduro durch die USA zur Interims-Staatschefin ernannt. Bei einem Ausfall des Präsidenten sieht die Verfassung diesen Schritt bis zu Neuwahlen vor.
    Maduro wurde unterdessen in New York inhaftiert. Ein vom Weißen Haus im Internet verbreitetes Video zeigt, wie Maduro von Beamten der Anti-Drogen-Behörde DEA abgeführt wird. Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft in einer Anstalt im Stadtbezirk Brooklyn untergebracht werden. Maduro und seiner Frau soll nach Angaben von Justizministerin Bondi der Prozess wegen Drogenhandels und Terrorismus gemacht werden.
    Von Venezolanern im Ausland wurde die Gefangennahme Maduros teilweise gefeiert. In Santiago de Chile versammelte sich eine lautstark feiernde Menschenmenge. Viele trugen die venezolanischen Nationalfarben Gelb, Blau und Rot. 
    Diese Nachricht wurde am 04.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.