Entschuldigung, Kennen Sie KIT?
"KIT, sagt mir gar nix. Wie heißt das? KIT, nein, keine Ahnung.
Karlsruher Internationale Tage.
KIT, ja, irgendetwas zum verschmieren.
Wüsst ich nicht, was das sein soll.
KIT, doch ein Auto, oder?
Kann ich Trinken. Karlsruher Info-Tage oder so irgendwie. Karlsruhe im Trend. "
Auch ein Jahr nach der Gründung des KIT, des Karlsruher Institutes für Technologie, lässt der Bekanntheitsgrad der neuen Einrichtung zu wünschen übrig.
"Der Bürger auf der Straße nimmt das vielleicht weniger wahr, aber in der Wissenschafts-Community – nicht nur in Deutschland sondern auch im Ausland, in den USA selbst in Japan, in China - werden wir sehr stark registriert und alle schauen nach Karlsruhe, die ganze Welt schaut nach Karlsruhe."
Prof. Eberhard Umbach, der Sprecher des Vorstandes des Karlsruher Forschungszentrums gibt sich selbstbewusst. Er hält den Zusammenschluss einer deutschen Groß-Forschungseinrichtung mit einer Universität für richtig und wegweisend. Das habe dieses erste Jahr bereits gezeigt und das drücke sich auch in Zahlen aus:
"Die Exzellenz-Initiative hat Geld für die Universitätsmission gebracht, wir sind gerade dabei, auch den Bund zu fragen, ob er etwas für KIT tun kann. Wir hoffen sehr, dass da auch etwas mehr Geld fließt. Insgesamt haben wir schon 400 Stellen mehr geschaffen in Karlsruhe, Sie wissen, da kommen noch andere aus dem Umfeld hinzu. Wir denken, dass wir in nächster Zeit weitere 400, vielleicht sogar 1000 Stellen schaffen werden. KIT bewegt sich, bewegt sich ganz stark nach vorne."
700 Millionen Euro hat KIT jährlich an Mitteln zur Verfügung, 8000 Menschen arbeiten inzwischen an zwei 12 Kilometer von einander getrennten Standorten, dem Campus Nord und dem Campus Süd. Sie entsprechen dem bisherigen Forschungszentrum und der Universität. Verbunden sind sie durch einen Bus-Pendelverkehr. Bisher trennt nicht nur die Entfernung die beiden KIT-Teile, sondern auch das Denken. Auf der einen Seite eine Forschungseinrichtung des Bundes, auf der anderen, eine Universität des Landes Baden-Württemberg, zeigt Prof. Eberhard Umbach den Spannungsbogen auf.
"Bei einigen Leuten hat sich das Denken sehr verändert, bei anderen wird es noch ein Weilchen dauern und das Weilchen kann sich durchaus auch viele Jahre hinziehen, bis KIT überall angekommen ist. Das ist ein natürlicher Prozess aber es macht auch Spaß daran zu arbeiten. "
Inzwischen sind vier große KIT-Zentren gegründet. Sie markieren die Forschungsschwerpunkte. Nanotechnologie, Energie, Wetter und Klima und als jüngstes Zentrum das sogenannte KAZETA, das Karlsruher Zentrum für Elementarteichen- und Astroteilchenphysik. Dessen Leiter Prof. Johannes Blümer hält die Grundlagenforschung für ausgesprochen wichtig und zukunftsweisend:
"Durch das Studium der Elementarteilchenphysik lernen wir etwas über den Kosmos und umgekehrt lernen wir aus Beobachtungen des Universums etwas über Elementarteilchen. Die beiden Aspekte vom Größten und Kleinsten und die Kräfte zwischen den Bestandteilen der Welt sind sehr tiefgehend und sehr spannend. "
Während die einzelnen KIT-Zentren inzwischen ihre Forschungsarbeit aufgenommen haben, scheint KIT in der Lehre noch längst nicht angekommen zu sein. Was haben eigentlich die Studenten vom Zusammenschluss der Universität mit dem Forschungszentrum Karlsruhe?
"Es ist nur ein Gebilde am Horizont, also mir persönlich bringt das eigentlich nichts. Das ist halt ein neuer Name, O.K. aber ja das war es auch.
Für die höheren Semester denk ich mal dürfte es schon was bringen, aber für uns im Grundstudium ist es noch nicht so relevant, weil die Apparaturen die im Forschungszentrum stehen, die haben mit uns nix zu tun.
Bisher nicht wirklich, man hört es, aber sonst wenig. Von den Auswirkungen hat man bisher nicht so viel gesehen. Mehr Tutorien, aber mehr auch nicht.
Die Erstsemester haben so einen tollen Rucksack bekommen, dadurch sind die so schön markiert. Das ist das Einzige was man bisher mitbekommen hat vom KIT."
KIT-Vorstand Prof. Eberhard Umbach ist dennoch zuversichtlich. Auch die Lehre wird in Karlsruhe in den nächsten Jahren einen Schub erhalten, KIT bietet auch hier in Zukunft besonders gute Bedingungen.
"Ich denke, das ist wahrgenommen worden. Bei den Studierenden dauert so etwas etwas länger. Wir müssen auch unsere Ausbildungsstrukturen verbessern, sind auch da heftig dran. Aber wir stellen fest: der Trend nach Karlsruhe hat zugenommen. Wir haben eine größere Auswahl, wir werden nicht alle nehmen können. Aber, wir sind natürlich froh, das wir auch bei den Studierenden wahrgenommen werden und wir werden ihnen auch etwas bieten."
Im kommenden Jahr soll das KIT-Gesetz nun die weitere konkrete Zusammenarbeit zwischen Universität und Forschungszentrum Karlsruhe regeln. Dann wird auch die Honorarfrage für besonders begabte Wissenschaftler ein Thema werden.
"Das ist noch nicht gelöst, das wird auch nicht im KIT – Gesetz stehen sondern ein eigenes Gesetz sein. Wir müssen das bekommen. Wir haben Berufungsverhandlungen mit Leuten aus dem Ausland, aus den USA beispielsweise. Wenn wir uns da nicht bewegen können, dann haben wir ein Problem die besten Köpfe zu bekommen."
"KIT, sagt mir gar nix. Wie heißt das? KIT, nein, keine Ahnung.
Karlsruher Internationale Tage.
KIT, ja, irgendetwas zum verschmieren.
Wüsst ich nicht, was das sein soll.
KIT, doch ein Auto, oder?
Kann ich Trinken. Karlsruher Info-Tage oder so irgendwie. Karlsruhe im Trend. "
Auch ein Jahr nach der Gründung des KIT, des Karlsruher Institutes für Technologie, lässt der Bekanntheitsgrad der neuen Einrichtung zu wünschen übrig.
"Der Bürger auf der Straße nimmt das vielleicht weniger wahr, aber in der Wissenschafts-Community – nicht nur in Deutschland sondern auch im Ausland, in den USA selbst in Japan, in China - werden wir sehr stark registriert und alle schauen nach Karlsruhe, die ganze Welt schaut nach Karlsruhe."
Prof. Eberhard Umbach, der Sprecher des Vorstandes des Karlsruher Forschungszentrums gibt sich selbstbewusst. Er hält den Zusammenschluss einer deutschen Groß-Forschungseinrichtung mit einer Universität für richtig und wegweisend. Das habe dieses erste Jahr bereits gezeigt und das drücke sich auch in Zahlen aus:
"Die Exzellenz-Initiative hat Geld für die Universitätsmission gebracht, wir sind gerade dabei, auch den Bund zu fragen, ob er etwas für KIT tun kann. Wir hoffen sehr, dass da auch etwas mehr Geld fließt. Insgesamt haben wir schon 400 Stellen mehr geschaffen in Karlsruhe, Sie wissen, da kommen noch andere aus dem Umfeld hinzu. Wir denken, dass wir in nächster Zeit weitere 400, vielleicht sogar 1000 Stellen schaffen werden. KIT bewegt sich, bewegt sich ganz stark nach vorne."
700 Millionen Euro hat KIT jährlich an Mitteln zur Verfügung, 8000 Menschen arbeiten inzwischen an zwei 12 Kilometer von einander getrennten Standorten, dem Campus Nord und dem Campus Süd. Sie entsprechen dem bisherigen Forschungszentrum und der Universität. Verbunden sind sie durch einen Bus-Pendelverkehr. Bisher trennt nicht nur die Entfernung die beiden KIT-Teile, sondern auch das Denken. Auf der einen Seite eine Forschungseinrichtung des Bundes, auf der anderen, eine Universität des Landes Baden-Württemberg, zeigt Prof. Eberhard Umbach den Spannungsbogen auf.
"Bei einigen Leuten hat sich das Denken sehr verändert, bei anderen wird es noch ein Weilchen dauern und das Weilchen kann sich durchaus auch viele Jahre hinziehen, bis KIT überall angekommen ist. Das ist ein natürlicher Prozess aber es macht auch Spaß daran zu arbeiten. "
Inzwischen sind vier große KIT-Zentren gegründet. Sie markieren die Forschungsschwerpunkte. Nanotechnologie, Energie, Wetter und Klima und als jüngstes Zentrum das sogenannte KAZETA, das Karlsruher Zentrum für Elementarteichen- und Astroteilchenphysik. Dessen Leiter Prof. Johannes Blümer hält die Grundlagenforschung für ausgesprochen wichtig und zukunftsweisend:
"Durch das Studium der Elementarteilchenphysik lernen wir etwas über den Kosmos und umgekehrt lernen wir aus Beobachtungen des Universums etwas über Elementarteilchen. Die beiden Aspekte vom Größten und Kleinsten und die Kräfte zwischen den Bestandteilen der Welt sind sehr tiefgehend und sehr spannend. "
Während die einzelnen KIT-Zentren inzwischen ihre Forschungsarbeit aufgenommen haben, scheint KIT in der Lehre noch längst nicht angekommen zu sein. Was haben eigentlich die Studenten vom Zusammenschluss der Universität mit dem Forschungszentrum Karlsruhe?
"Es ist nur ein Gebilde am Horizont, also mir persönlich bringt das eigentlich nichts. Das ist halt ein neuer Name, O.K. aber ja das war es auch.
Für die höheren Semester denk ich mal dürfte es schon was bringen, aber für uns im Grundstudium ist es noch nicht so relevant, weil die Apparaturen die im Forschungszentrum stehen, die haben mit uns nix zu tun.
Bisher nicht wirklich, man hört es, aber sonst wenig. Von den Auswirkungen hat man bisher nicht so viel gesehen. Mehr Tutorien, aber mehr auch nicht.
Die Erstsemester haben so einen tollen Rucksack bekommen, dadurch sind die so schön markiert. Das ist das Einzige was man bisher mitbekommen hat vom KIT."
KIT-Vorstand Prof. Eberhard Umbach ist dennoch zuversichtlich. Auch die Lehre wird in Karlsruhe in den nächsten Jahren einen Schub erhalten, KIT bietet auch hier in Zukunft besonders gute Bedingungen.
"Ich denke, das ist wahrgenommen worden. Bei den Studierenden dauert so etwas etwas länger. Wir müssen auch unsere Ausbildungsstrukturen verbessern, sind auch da heftig dran. Aber wir stellen fest: der Trend nach Karlsruhe hat zugenommen. Wir haben eine größere Auswahl, wir werden nicht alle nehmen können. Aber, wir sind natürlich froh, das wir auch bei den Studierenden wahrgenommen werden und wir werden ihnen auch etwas bieten."
Im kommenden Jahr soll das KIT-Gesetz nun die weitere konkrete Zusammenarbeit zwischen Universität und Forschungszentrum Karlsruhe regeln. Dann wird auch die Honorarfrage für besonders begabte Wissenschaftler ein Thema werden.
"Das ist noch nicht gelöst, das wird auch nicht im KIT – Gesetz stehen sondern ein eigenes Gesetz sein. Wir müssen das bekommen. Wir haben Berufungsverhandlungen mit Leuten aus dem Ausland, aus den USA beispielsweise. Wenn wir uns da nicht bewegen können, dann haben wir ein Problem die besten Köpfe zu bekommen."