"Invest in Germany Summit"
Investitionsgipfel soll Geldgeber nach Deutschland locken - Absichtserklärung für KI-Zusammenarbeit mit Nvidia

Die Bundesregierung hat mit dem US-Chiphersteller Nvidia eine Zusammenarbeit zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz vereinbart. Wie die Bundesregierung mitteilte, wurde eine entsprechende Absichtserklärung mit Nvidia im Rahmen eines Investitionsgipfels in Berlin unterzeichnet.

    Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Ola Källenius, CEO Mercedes-Benz Group AG, Friedrich Merz, Bundeskanzler, Jensen Huang, CEO Nvidia Corporation (von links) im Gespräch
    Investitionsgipfel in Berlin (picture alliance / Chris Emil Janßen / chris.emil-janssen.de)
    Demnach einigte man sich darauf, eine Initiative zur Entwicklung modernster KI-Modelle für die industrielle Nutzung voranzutreiben. Ziel der Kooperation sei es, die digitale Transformation der deutschen Industrie und insbesondere des Mittelstands zu beschleunigen, bekräftigten Nvidia-Chef Huang und Bundeskanzler Merz bei der Eröffnung des Investitionsgipfels am Abend in Berlin. Merz sagte, Deutschland sei ein stabiler und verlässlicher Partner und offen für Investitionen.
     
    Für das zweitägige internationale Treffen sind etwa 200 Unternehmenschefs aus dem In- und Ausland angereist. Mit dem Gipfel will die Bundesregierung internationale Geldgeber für Investitionen in Deutschland gewinnen und sie dauerhaft binden. Im Fokus stehen die Bereiche Energie, Künstliche Intelligenz und Halbleiter, Infrastruktur sowie Verteidigung.

    Warnung vor überzogenen Erwartungen

    Das Institut der deutschen Wirtschaft warnte vor überzogenen Erwartungen an den Gipfel. IW-Chef Hüther sagte, Unternehmen entschieden sich nicht wegen einer Werbeveranstaltung für Deutschland. Entscheidend sei, ob sie am Standort Geld verdienten.
    Einer Studie von Allianz Research zufolge gingen zwischen 2019 und 2025 die Gesamtinvestitionen in Deutschland um 6,4 Prozent zurück - während sie im übrigen Euroraum um 6,7 Prozent und in den USA um 20,2 Prozent stiegen. Daraus ergebe sich eine riesige Investitionslücke. Zu den Gründen für die Zurückhaltung in Deutschland zählten: Hohe Energiekosten, eine hohe Steuer- und Abgabenbelastung und eine übermäßige Bürokratie.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.