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IrakDie Ursprünge des Religionskonflikts und die jüngere Gewalt-Geschichte

Ende Juni hat die Organisation "Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien"(ISIS), ein Kalifat ausgerufen. Mit diesem Gebilde sind religiöse und politische Motive verknüpft. Das Erbe des Kolonialismus wiegt schwer, die willkürlichen Grenzziehungen in der Region lösen bis heute anhaltende Konflikte aus.

Henner Fürtig im Gespräch mit Kersten Knipp | 13.07.2014

Ein irakischer Shiit trägt einen Schirm mit dem Umirssen des Iraks.
Ein irakischer Shiit trägt einen Schirm mit dem Umirssen des Iraks. (AFP/Wissam Al-Okaili)
Daneben macht die Kalifats-Idee sich uralte Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten zunutze, die selbst die "modernen" Ideologien des 20. Jahrhunderts überdauerten. Noch heute, nach dem Abzug der Amerikaner, droht der Irak an diesen Spannungen zu scheitern.
Kersten Knipp hat Henner Fürtig zur möglichen Zukunft eines "Kalifats" und zu den Traditionen, auf die es sich beruft, befragt.
Das gesamte Gespräch mit Henning Fürtig können Sie in unserem Audio-on-Demand-Bereich mindestens fünf Monate nachhören.
Henner Fürtig ist Arabist und Historiker und Direktor des GIGA-Instituts für Nahost-Studien in Hamburg. Er forscht auf den Gebieten "politischer Islam" oder "Autoritarismus, Demokratie und politische Reformen" in den Ländern des Nahen Ostens, vor allem Ägypten, Iran, Irak und Saudi-Arabien sowie Nordafrikas.