Memorial-Mitbegründerin
Irina Scherbakowa mit Hambacher Freiheitspreis geehrt

Die Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, Irina Scherbakowa, ist mit dem Hambacher Freiheitspreis ausgezeichnet worden. Sie wurde für ihre Bemühungen um Aufklärung und Aussöhnung und als international bekannte "Streiterin für Menschenrechte" geehrt, wie die Stadt Neustadt an der Weinstraße mitteilte.

25.05.2024
    Ein Porträt von Irina Scherbakowa. Sie blickt direkt in die Kamera und lächelt.
    Irina Scherbakowa auf der Leipziger Buchmesse im März 2024. Jetzt wurde sie mit dem Hambacher Freiheitspreis ausgezeichnet. (Hendrik Schmidt / dpa / Hendrik Schmidt)
    Gegründet worden war Memorial Ende der 1980er Jahre. 2021 wurde die Organisation vom Obersten Gericht Russlands verboten, ein Jahr später wurde Memorial der Friedensnobelpreis zuerkannt. Die Organisation setzte sich für die Aufarbeitung der politischen Verfolgung in der Sowjetunion, aber auch für die Wahrung der Menschen- und Bürgerrechte im heutigen Russland ein.
    Mit dem "Hambacher Freiheitspreis 1832" erinnern die Begründer an das Hambacher Fest, bei dem die Teilnehmer eine nationale Einheit sowie Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit forderten. Es gilt als Wiege der deutschen Demokratie.
    Diese Nachricht wurde am 25.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.