Nahost-Konflikt
Israelisches Militär sperrt palästinensisches Dorf wegen Siedlergewalt

Die israelische Armee hat ein Dorf im Westjordanland zur geschlossenen militärischen Zone für Nicht-Bewohner erklärt.

    Drei Soldaten mit Tarnuniform und Helmen gehen durch ein bewohntes Viertel. Einer dreht sich um und schaut mit erhobener Waffe nach oben.
    Israelische Soldaten im Westjordanland (Archivbild). (picture alliance / SIPA | Mohammed Nasser apaimages)
    Damit soll nach Angaben der Streitkräfte verhindert werden, dass die Ortschaft namens Taybeh von israelischen Siedlern attackiert wird. Die Anordnung gelte nur ​für Israelis und nicht ‌für Palästinenser, betonte die Armee.
    Taybeh ist eines ‌der ‌letzten verbliebenen christlichen Dörfer im ​Westjordanland. Erst kürzlich hatte es in der Nähe einen Angriff auf Palästinenser durch rechtsextreme Siedler gegeben. Solche Attacken haben sich seit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 verstärkt.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.