G20-Finanzministertreffen
IW-Direktor Hüther fordert mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit von den USA

Mit Blick auf das heute endende Treffen der G20-Finanzminister empfiehlt der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Hüther, den europäischen Ländern, sich unabhängiger von den USA zu machen. Washington sei kein verlässlicher Handelspartner mehr.

    Michael Hüther im Porträt
    Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (picture alliance / photowerkstatt / Mike Schmidt)
    Hüther verwies im Deutschlandfunk auf eine fehlende Ausstiegsstrategie im Iran-Krieg, eine historisch hohe Staatsverschuldung und die aggressive Zoll-Politik der USA. Angesichts dessen gehe es darum, die Gemeinsamkeiten in Europa zu stärken und den Binnenmarkt voranzutreiben. Als Kooperationspartner böten sich zudem wirtschaftliche Mittelmächte wie Kanada an.
    Hüther appellierte zudem an Europa, die Energieinfrastruktur weiter auszubauen und die Abkehr von Fossilen Energien zu beschleunigen. Da es momentan keine Antwort auf die Blockade der Straße von Hormus gebe, müsse man schauen, wie der Abhängigkeitsgrad verringert werden könne.

    Auf G20-Treffen geht es um Wachstum, Welthandel und Lieferketten

    Bei dem G20-Treffen im US-Bundesstaat North Carolina sprechen die Finanzminister über Wachstumsmöglichkeiten, verlässliche Rahmenbedingungen für den Welthandel und zuverlässige Lieferketten für strategisch wichtige Ressourcen wie Energie. Zudem stehen Vorbereitungsgespräche für den G20-Gipfel in Miami im Dezember auf dem Programm.

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    Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.