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JazzFacts
Mutatis Mutandis

Der Jazz stellt an den, der ihn ausüben will, primär die Forderung nach ständiger Wandlungsfähigkeit. Je schwerer es wird, zu definieren, was Jazz heute ist, umso mehr trifft dies zu. "Mutations" nennt der indoamerikanische Musiker Vijay Iyer einen Kompositionszyklus, den er für Streichquartett, Elektronik und einen improvisierenden Pianisten schrieb.

Von Karl Lippegaus | 27.02.2014
     Das Jazz trio Vijay Iber Trio
    Pianist Vijay Iyer, Bassist Stephen Crump und Schlagzeuger Marcus Gilmore (v.lks.) (picture alliance / dpa / Adam Warzawa)
    Eine fremdartige Schönheit und gleichzeitig eine tiefe Verwurzelung in der Jazzavantgarde der letzten Jahrhunderthälfte zeigt sich in den vielen Facetten des ambitionierten Werkes, das der New Yorker im September 2013 mit dem Produzenten Manfred Eicher aufnahm.
    "Mutations" ist ein ständiges interaktives Spiel mit akustischen und elektronischen Strukturen. "Ein Veränderungsprozess treibt jede der zehn Episoden dieser Suite voran", erklärt Vijay Iyer. "Mutations" ist ein Album, das auf Iyers Tätigkeiten als Komponist in der improvisierten Musik in den vergangenen zehn Jahren fokussiert.
    Doch auch was davor entstand - Vijay Iyer gewann den "DownBeat"-Kritikerpoll 2012 in fünf Kategorien und ist Teil des Porträts, das Karl Lippegaus von diesem ungewöhnlichen Jazzmusiker zeichnet.