
Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Juli vor einem Jahr sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern. Die Ukraine beklagt seit Monaten, sich vor den intensivierten russischen Angriffen mit ballistischen Raketen nicht ausreichend schützen zu können, weil es an Raketen für das Abwehrsystem Patriot fehle.
Auch in Russland mehr tote Zivilisten
Laut den UNO-Beobachtern nahm auch auf russischer Seite die Zahl der getöteten Zivilisten zu. Russische Behörden hätten 79 Tote und mehr als 600 Verletzte gemeldet. Die Zahlen seien allerdings schwer überprüfbar.
Ukraine will Zahl der russischen Raketen nicht mehr nennen
Die Ukraine will künftig keine detaillierten Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen machen. Ein Luftwaffensprecher teilte mit, in den täglichen Berichten würden keine exakten Zahlen zu von Russland abgefeuerten und durch die ukrainischen Streitkräfte abgefangenen Raketen mehr genannt. Gleichwohl werde die Bevölkerung weiterhin in Echtzeit vor Angriffen gewarnt und Luftalarm ausgelöst.
Derweil meldete die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim einen Stromausfall, der durch einen ukrainischen Drohnenangriff ausgelöst worden sei.
Diese Nachricht wurde am 14.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
