Demonstrationen in mehreren Städten
Großbritannien, Frankreich und Deutschland fordern Führung des Iran zu Gewaltverzicht auf

Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben die iranische Führung aufgefordert, auf Gewalt gegen die wachsende Protestbewegung im Land zu verzichten.

    Das Bild zeigt viele Demonstranten im Dunkeln in einer Fußgängerzone. Im Vordergrund sitzt ein maskierter junger Mann in einem Einkaufswagen und steckt alle Arme und Beine von sich.
    Kundgebung am 8.1.2025 in der iranischen Hauptstadt Teheran gegen das Mullah-Regime. (IMAGO / Middle East Images / Kamran)
    In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen Premierminister Starmer, Präsident Macron und Bundeskanzler Merz außerdem die Tötung von Demonstranten und das Vorgehen iranischer Spezialeinheiten. In der iranischen Hauptstadt Teheran sowie in der Millionenstadt Maschhad sollen auch heute wieder große Menschenmengen an Protestkundgebungen teilgenommen haben. Weil seit mehr als 24 Stunden alle Internetzugänge im Land abgeschaltet sind, dringen nur spärliche Informationen aus dem Iran nach Außen.
    Der in London ansässige Exil-Fernsehsender "Iran International" berichetet unter Berufung auf einen Augenzeugen von anhaltenden Demonstrationen in der Stadt Rafsanjan im Süden des Iran. Auch die Nachrichtenagentur AFP meldet neue Protestkundgebungen.
    Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Chamenei, hatte zuletzt in einer Fernsehansprache einen repressiven Kurs angekündigt.
    Die Zahl der Todesopfer im Zuge der Proteste im Iran soll auf mindestens 62 gestiegen sein. Diese Zahl nannte die in den USA ansässige Human Rights Activists News Agency. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.